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Am 22. Juli 2011
kommt es zu zwei verheerenden Attentaten in Norwegen. Eine Autobombe detoniert
im Regierungsviertel von Oslo und tötet acht Menschen. Kurz danach ermordet ein
„christlicher Fundamentalist und Nationalist“ auf der Insel Utøya 68
Jugendliche.
Da diese Bluttat
an einem neuralgischen Punkt in den Mustern der Zeit geschieht, sollten wir sie
nicht einfach ignorieren, sondern verstehen...
Die
gefährliche Polarisierung
Es
wäre zu billig, diese Morde als psychopathische Tat eines Einzeltäters
anzusehen. Sie hat mit jedem von uns zu tun. Sie zeigt uns, wie das Symptom
einer Krankheit, dass mit dem Gesamtorganismus, mit dem globalen
Bewusstseinsfeld des Menschen, mit unserer „Matrix“ etwas im Argen liegt.
Auch wenn dieser Attentäter wahrscheinlich ein Einzeltäter
ist, haben wir alle ein Feld erschaffen, welches diese Tat ermöglicht hat.
Dieser Mann, der zu solch kaltblütigen Morden fähig war,
bezeichnet sich selbst in seinen Schriften als „fundamentaler Christ“ und als
„Nationalist“. Beides, sowohl der christliche Fundamentalismus, als auch der
fundamentale Nationalismus, sind psychische Krankheiten der Spezies Mensch.
Ihnen beiden liegt dasselbe Muster zugrunde: Sie bekämpfen das „Böse“ und kämpfen für
das „Gute“!
Ich habe vor kurzem auf die Gefahr der extremen Polarisierung von Gut
und Böse hingewiesen. Du kannst es nachlesen in „Die
Botschaft der Weisen Schlange“. Wir sollten das allmählich begreifen und mit
dieser gefährlichen Polarisierung aufhören. Ich habe dort aus einer Schau heraus
eine Botschaft der Weisen Schlange formuliert, die ich hier nochmals
wiederhole:
Die Weise
Schlange spricht:
Schenke
apokalyptischen Visionsbildern keine Bedeutung.
Nähre vielmehr
die Bilder der Heilung, die Bilder der Heilen Matrix.
Schenke
polarisierenden Eingaben kein Gehör,
auch wenn die
Quelle angeblich göttlich ist.
Suche vielmehr
den Weg des Einklangs,
den heilenden Weg
der Weisen Schlange
und höre, was die
Urmutter, die Mutter Erde dir sagt!
Das belastete
Feld
Wir belasten das morphische Feld, unsere Matrix, mit jedem
polarisierenden Kampf, den wir in unserem eigenen Leben ausfechten. Wir ziehen
in den Krieg, wenn wir gegen jemanden vorgehen. Wir ziehen in den Krieg, wenn
wir die Fehler eines anderen anprangern und ihn verurteilen.
Warum tun wir das?
Nicht, weil der andere so „böse“ ist oder derart „falsch“
gehandelt hat, sondern weil wir dazu in uns selbst Resonanzen spüren, weil wir
selbst, in uns, Verletzungen tragen, uns nicht anerkannt fühlen. Weil wir
geliebt werden wollen.
Es
sind unsere eigenen Verletztheiten, die uns schmerzen, die wir nicht anschauen
wollen und die uns dazu verleiten, unsere Welt in die „Guten“ und in die „Bösen“
zu polarisieren. Das Böse im Außen ist eine Fiktion. Die Verletztheit im eigenen
Inneren, das ist die tatsächliche Realität.
Apokalyptische
Bilder
Der Autor der biblischen „Offenbarung“ stand unter einem
immensen Verfolgungsdruck. Das ließ apokalyptische Bilder in ihm hochkommen, die
er in seiner Offenbarung niederschrieb. Dort ging es ganz vehement um den Kampf
gegen das Böse. Und dann, am Schluss, bei einem gnadenlosen letzten Gericht,
siegt das Gute und vernichtete (mit unglaublicher Grausamkeit) das
Böse.
So
wie der Autor der Apokalypse seine eigenen apokalyptischen Bilder aufgrund
unverarbeiteter innerer Dramen nach außen projizierte, geschieht das auch heute,
besonders in gewissen „esoterischen“ Kreisen. Bedenklich ist, dass solch apokalyptische Bilder eine
derartige Wirkung in uns auslösen können.
Es
ist eine Realität, dass wir Resonanzen zu solchen Bildern in uns
haben.
Es
sollte uns klar werden, dass wir durch die Verbreitung dieser Bilder
Wahrscheinlichkeitsfelder erschaffen, durch die Ereignisse, wie jene Attentate
in Norwegen, eine starke Verwirklichungskraft erhalten.
Es
sollte uns aber auch klar werden, dass die Apokalypse kein Ereignis ist, das
sich im Außen vollzieht, sondern dass es sich dabei um eigene innere Prozesse,
ja um seelische Heilungsprozesse handelt. Heilung geschieht, wenn wir in die
Apokalypse unserer eigenen Seele eintauchen, um daraus geheilt wieder
aufzutauchen.
Wenn wir das so
betrachten können, vollzieht sich ein Gnadenakt. Wir erfahren dann tatsächlich
eine Erlösung. Wir erleben dann eine Befreiung aus der Apokalypse. Und wir
beginnen dann, wieder eins zu werden mit dem Leben!
Möge sich dieser Heilungsprozess in uns allen
vollziehen!
So
sei es und so ist es!
In
Verbundenheit
Werner Johannes Neuner
P.S.:
Hilfreiche Texte
und Impulse für dich persönlich findest du, außer hier, auch auf:
www.neunercode.com
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